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Prügel und Liebe (2009)
Kampfsport als Emanzipationsansatz: Natasha Arthy zeigt eine Kung Fu Türkin
Kampfsport ist die große Leidenschaft der türkischen Schülerin Ayse (Semra Turan). In ihrer Verwandtschaft stößt das Hobby auf Missfallen. Erst recht, als sie in eine gemischte Sportgruppe wechselt, in der sie sich auch mit Jungs prügeln muss. Ayse widersetzt sich dem Willen ihrer Familie. Heimlich setzt sie das Training fort. schließlich droht die Verlobung ihres Bruders aufgrund ihrer Prügelliebe zu platzen.
Nach "Alt, neu, geliehen & blau" wendet sich die dänische Regisseurin Natasha Arthy diesmal einem klassischen Jugenddrama zu. Fightgirl Ayse beschreibt das Erwachsenwerden einer Schülerin, die sich von ihrer Familie lösen muss, um ihren eigenen Weg zu gehen. Kung-Fu ist Ayses Ventil, um ihrer aufgestauten Frustration Luft zu verschaffen. Da es sich bei dem Mädchen um eine türkischstämmige Schülerin in Kopenhagen handelt, erzählt der Film zugleich vom alltäglichen Zusammenleben von Dänen und ausländischen Einwanderern. Und wie sich schnell herausstellt, könnten unter allen Beteiligten die Meinungen über Frauen, Sport und Liebe unterschiedlicher kaum sein. Doch anders als in Filmen wie "Kick It Like Beckham" spielt "Fightgirl Ayse" nicht mit den Klischees. Hier werden Vorurteile untermauert. So wird Ayse in einer Szene mit der Frage konfrontiert, ob sie als Muslimin zwangsverheiratet werden wird. Das weist sie mit entrüstetem Blick weit von sich. Doch im weiteren Verlauf des Films geschieht genau das. Alle Beziehungen in ihrer Familie sind in irgendeiner Form arrangiert. Und natürlich wurde auch für Ayse bereits der passende Bräutigam ausgesucht. |
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