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Heimliche Spiele (Frankreich 2002)
Durch den schamlosen Einsatz ihrer Sexualität, gelingt zwei vom Leben enttäuschten Frauen der gesellschaftliche Aufstieg. Bis sie einem männlichen Pendant in die verführerischen Fänge geraten. Regisseur und Autor Jean-Claude Brisseau verpackt seine Fabel über Macht und Moral in prickelnd erotische Bilder.
Die Symbiose von Sex und Gewalt hat Konjunktur im französischen Gegenwartskino. Optische Provokationen und das Ausloten gesellschaftlicher Tabus prägten zuletzt Filme wie „Baise-Moi“ (2000) oder „Irréversible“ (2002). Mit Jean-Claude Brisseaus „Heimliche Spiele“ wird diese Reihe konsequent fortgesetzt.
Wie in dem Skandalfilm „Baise-Moi“ stellt Brisseau zwei resignierte Frauen in den Mittelpunkt, die vom Leben und der Liebe desillusioniert sind. Auch sie schöpfen neue Kraft, die sie für ihren Rachefeldzug gegen die von Männern dominierte Welt brauchen, aus dem Spiel mit der eigenen Lust. Nur artet es diesmal nicht so offen in körperliche Gewalt aus. Brisseau erzählt eine subtilere Geschichte. Die unerfahrene Kellnerin Sandrine (Sabrina Seyvecou) lernt in einer Bar die attraktive Stripperin Nathalie (Coralie Revel) kennen. Von ihr wird Sandrine in die Kunst der autoerotischen Befriedigung eingeführt. Unter dem Motto "Trau Dich!" beginnen die beiden Frauen ein erotisches Spiel. Zunächst laufen sie nur halbnackt durch die Straßen oder masturbieren offen in der Metro. Doch schon bald steigert sich ihr libidöses Verlangen nach Aufmerksamkeit und Anerkennung zu einer Sucht. Sie planen ihre sexuellen Reize eiskalt einzusetzen, um gesellschaftlich aufzusteigen. Liebe und Romantik sollen aus ihrem Leben komplett eliminiert werden. |
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