Geheimakte Star Wars (2005)

Am 19. Mai wird das letzte Kapitel von George Lucas' jüngster Weltraum-Saga aufgeschlagen. Der Meister selbst bezeichnet seinen Streifen als „düstere Titanic im All” - über den Inhalt verrät er hingegen nichts. L!VE-Redakteur Oliver Zimmermann versucht ein wenig Licht in die dunkle Seite der Macht zu bringen.

Über „Episode III: Die Rache der Sith” wird seit Monaten wild spekuliert. Etliche Internet-Foren stecken voller wilder Gerüchte und angeblicher Drehbuchauszüge. Doch was bislang tatsächlich an die Außenwelt drang ist dürftig. Die gezeigten Trailer sind nicht viel mehr als schmale Appetithäppchen.

Dabei muss im abschließenden Teil der neuen Star Wars Trilogie noch sehr viel passieren. Die Episoden I und II haben jedenfalls nur sehr wenig zum Übergang zur alten Trilogie beigetragen. O.K., Anakin und Padmé haben sich schon mal verstohlen in die Augen geblickt und ein paar Klonkrieger sind auch schon gesichtet worden. Aber ansonsten gibt es weiterhin gehörig Klärungsbedarf. Wann bekommt der Druide C3-PO endlich seinen goldenen Überzug und wie wird aus dem süßen Anakin Skywalker schlussendlich der finstere Darth Vader? Diese brennenden Fragen blieben bislang unbeantwortet.

Und vielleicht werden sie auch in der neuesten Episode erst ganz zum Schluss geklärt. Star Wars Produzent Rick McCallum verriet erst kürzlich in einem Interview, dass sich allein die letzte halbe Stunde allen offenen Fragen der Fangemeinde widmen wird. Regisseur George Lucas reichen also knappe 30 Minuten, um Luke und Leia zu gebären, Yoda ins Exil zu schicken und Anakin Skywalker zur dunklen Seite der Macht zu bekehren. Puh, da muss ganz schön aufs Tempo gedrückt werden.

Allerdings müssen sich die Produzenten dann auch im Gegenzug die Frage gefallen lassen, wofür eigentlich die restlichen zweidreiviertel elendig schleppenden Folgen erschaffen wurden, in denen die Geschichte kaum einen Deut vorankam?
 
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