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Schluss mit dem Tabu (April 2007)
Hygienehersteller Tena zeigt mit seinem Kundenmagazin den behutsamen Umgang mit einem sensiblen Thema.
Blasenschwäche ist fast so verbreitet wie Heuschnupfen oder Migräne. Trotzdem ist es ein gesellschaftliches Tabu. Wie auch ein so schwieriges Thema via Corporate Publishing populär gemacht werden kann, zeigt Tena, Mannheim, seit Winter 2005 mit seinem Kundenmagazin „mein THEMA“. Offensiv geht das vierteljährlich erscheinende Heft mit dem Thema um, das allein in Deutschland etwa sieben Millionen Menschen betrifft. Mehr als fünf Millionen sind Frauen. Mit meinTHEMA hat der Hersteller von Hygieneprodukten offensichtlich eine Informationslücke getroffen. Die Auflage des Hefts stieg bereits mit der fünften Ausgabe von 20.000 auf 30.000 Exemplare steil an. Zugleich konnte der Umsatz mit den zweckgebundenen Binden von Tena in den letzten vier Jahren beinahe vervierfacht werden. Das entspricht jährlichen Wachstumsraten von rund 50 Prozent. Der Gesamtmarkt für Blasenschwächeprodukte ist im selben Zeitraum nur um 35 Prozent angestiegen. „Das Heft ist ein strategisch wichtiges Instrument, das wir weiterhin forcieren und ausbauen werden“, bekräftigt deshalb Tena Marketing Managerin Zaneta Golak. Im Kern richtet sich meinTHEMA auf 24 Seiten an betroffene Frauen zwischen 46 und 64 Jahren. In dieser Zielgruppe leidet mittlerweile jede dritte an Blasenschwäche. Nur wenige wagen allerdings, offen darüber zu sprechen. Oft meinen Frauen daher, mit ihrem Problem allein zu sein. Die Aufgabe, die sich Tena mit seinem Kundenmagazin neben der Verkaufsförderung stellt, ist das Beenden der gesellschaftlichen Isolation sowie die Aufklärung gängiger Missverständnisse. So ist Blasenschwäche weder eine reine Alterserscheinung noch eine Krankheit. Vielmehr sind sehr oft Geburten die Ursache für eine temporäre Stressinkontinenz, eine der häufigsten Formen der Blasenschwäche. Unfreiwilliger Harnverlust beim Niesen, Husten oder Lachen sowie bei physischer Anstrengung ist die Folge. Golak: „Jede vierte Frau ab 35 hat schon mal Erfahrung mit Blasenschwäche gemacht!“ |
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